Giftige Pflanzen
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In unseren Gärten und Häusern lieben wir blühende Sträucher, schützende Hecken, farbenfrohe Blumenbeete und eigenes Gemüse. Nicht alle sind harmlos: unten sehen Sie eine kleine Auswahl an gängigen Pflanzen, die giftig sind und besonders für Kinder gefährlich sein können. Viele Informationen und Datenbanken von Giftpflanzen finden Sie auf der Website der Giftinformationszentrale der Uni Bonn und bei Botanikus. |
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Gartenbohnen
Schon 3 - 10 rohe Bohnen können nach 30 - 90 Minuten die ersten Vergiftungserscheinungen auslösen: schweres Erbrechen, starke Verdauungsstörungen, heftige Krämpfe, blutige Magen- und Darmentzündungen mit Durchfall und Fieber. Durch Kochen wird das giftige Phasin zerstört.
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Eibe
Als immergrüner Nadelbaum wird die Eibe bei uns sehr häufig in Gärten und Parkanlagen angepflanzt, leider aber oft auch an Kinderspielplätzen. Nadeln und Samen im Innern der roten Beeren sind hoch giftig, die Wirkung auf das Herz ist stärker als bei den Blättern des Fingerhuts (s.unten).
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Goldregen
Der 5-6 m hohe Strauch (es gibt auch 15 m hohe Exemplare) blüht von Mai-Juni. Die höchste Konzentration des Giftes findet sich in den Samen (tödlich bei 15-20 Samen). Kinder sind in hohem Masse gefährdet; der Strauch wird oft auch unbedacht an Spielplätzen gepflanzt.
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Lebensbaum, Thuja, Scheinzypresse
Als Zierstrauch oder Hecke sieht man den Lebensbaum bei uns oft. Hauptsächlich die Spitzen der Zweige enthalten ätherische Öle und das giftige Thujon. Das wiederholte Berühren kann zu schweren Hautentzündungen führen, beim Verschlucken des Giftes kommt es zu starken Magen-Darm-Entzündungen, Krämpfen, Nieren- und Leberschädigungen.
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Engelstrompete, Trompetenbaum
Die stattliche Pflanze wird bei uns gerne in Töpfen im Freien gehalten, weil sie oft üppig blüht und angenehm riecht. Bereits der betäubende Geruch kann Vergiftungs-Erscheinungen hervorrufen. Blüten und Samen sind besonders für Kinder eine grosse Gefahr, weil sie in unreifem Zustand süss und schmackhaft sind. 15-20 Samen gelten für Kinder als tödliche Dosis. Die Symptome der Vergiftung sind denen der Tollkirsche sehr ähnlich. Eindringlich gewarnt wird vor der Verwendung der Engelstrompete als Rauschmittel. Bleibende psychische und phisische Schäden sind häufig.
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Rittersporn (links)
Von bis September blüht in unseren Gärten der beliebte Rittersporn. Die Giftstoffe können Hautreizungen erzeugen, Magenreizungen mit Durchfall, Bewegungs- und nervöse Störungen sind zu beobachten. Familien mit Kindern sollten den Rittersporn nicht anpflanzen.
Roter Fingerhut (rechts)
Nicht nur der rote, auch der gelbe, der grossblütige und der wollige Fingerhut sind stark giftig. In Ziergärten sieht man die bis 150 cm hohe Pflanze häufig. Vorwiegend die Blätter enthalten hochgiftige Digitalisglycoside. Die Symptome sind Übelkeit, Erbrechen (kann tagelang andauern), Sehstörungen, verminderte Pulsfrequenz bei erhöhtem Blutdruck, Herzrhythmusstörung, Herzstillstand.
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Wichtige Informationen und Telefonnummer bei Vergiftungen finden Sie hier. Weitere Telefonnummern für Notfälle und Beratungsstellen hier.
Wie Sie Kinder vor Vergiftungs- und anderen Unfällen schützen können, lesen Sie hier.
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Dr. med. Thomas Zogg, CH-8320 Fehraltorf - www.zogg.ch - ©webmaster
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